"Beine wie Pudding" - Lilien beim Triathlon

Sengende Hitze, 3 Disziplinen und viele, viele Kilometer vor der Brust. Als Cheftrainer Dirk Schuster seiner Mannschaft um kurz vor 10 im Terrassenbad Lahr das Tagesprogramm verriet, löste er damit nicht unbedingt Jubelstürme in den eigenen Reihen aus. Denn der Freitag stand ganz im Zeichen eines Triathlons, den die Lilien zu absolvieren hatten. Eine Herausforderung, die den Teilnehmern alles abverlangte, aber schlussendlich mit Bravour bewältigt wurde.

Foto: Huebner/Ulrich

500 Meter Schwimmen, knapp 40 Kilometer auf dem Rad und zum Abschluss weitere 10 Kilometer auf der Laufstrecke – so lauteten die Eckdaten der Dreifachbelastung, deren Abschluss der Zieleinlauf am Teamhotel in Lautenbach bildete. Per Losentscheid wurden zunächst vier Teams mit je 5 Mitgliedern gebildet, die sich im Anschluss den Herausforderungen der Strecke stellten. Trotz der Gruppeneinteilung musste jeder einzelne Spieler den kompletten Triathlon absolvieren. Im Ziel wurde dann die Zeit für die jeweilige Gruppe gewertet, in der das fünfte Gruppenmitglied das Teamhotel erreichte.

Beine wie Pudding

„Der Teamgedanke stand heute sicher im Vordergrund“ resümierte Fabian Holland nach Erreichen des Zielortes, gab aber auch zu: „Wir sind alle an unserem Limit gewesen.“ Kein Wunder, denn zu den körperlichen Anstrengungen kamen Temperaturen von 27 Grad und die Denksportaufgabe, die richtige Fahrradroute zu finden. Einzig ein paar Eckpunkte wurden den Teams genannt, danach galt es, sich mithilfe von Handys zum Ziel zu navigieren. „Es gab Momente, in denen wir gezweifelt haben, ob wir noch auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Holland, der seinen persönlichen „Horrormoment“ beim Übergang vom Fahrrad auf die Laufstrecke erlebte: „Da habe ich gemerkt, dass sich meine Beine wie Pudding anfühlen.“

"Haben es gemeinsam durchgezogen"

Doch weder körperliche Schmerzen oder Navigationsprobleme hinderten die Akteure am Meistern der gestellten Aufgabe. Im Drei-Stunden-Bereich bewegten sich die Zeiten, in denen alle Spieler das Teamhotel erreichten. Aufgegeben hatte kein einziger. Und in möglichen Schwächephasen waren vier Teamkollegen zur Stelle, um den Mitspieler zu unterstützen, wie auch Holland zu Protokoll gab: „Wir waren immer als Gruppe unterwegs, das macht es für jeden Einzelnen einfacher.“

Nach diesem Prinzip agierten alle vier Teams. Einer für alle, alle für einen. Und so wurde es zweitrangig, wer schlussendlich die beste Zeit der Teilnehmer für sich beanspruchte. Den wahren Erfolg fasste hingegen Florian Stritzel zusammen: „Wir haben es alle gemeinsam durchgezogen und jetzt ist es ein super Gefühl, es geschafft zu haben.“